Gehen wir also wieder zu den festhaltenswerten Dingen über. Am Samstag gab es die offizielle Welcome Party, aber da das insgesamt schon unsere dritte war, hatte ich irgendwie... keinen wirklichen Elan mehr für die Feier über. Nett war es trotzdem und es gab was zu essen, was will man mehr.
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| Tanzeinlage der Koreaner. Alle unter dreißig dürfen exakt einmal raten, zu welchem Lied. |
Am Sonntag sind wir dann aufgestanden, als ob es ein normaler Wochentag gewesen wäre, denn wir sind nach Kamakura gefahren. (Randnotiz: Kamakura ist insofern wichtig, als dass es im zwöften und dreizehnten Jahrhundert mal Japans Regierungssitz war und nach wie vor eins der größten religiösen Zentren ist.)
Unsere Lehrerin wollte lieber früher los, und was Fr. B. will, wird in aller Regel auch gemacht. Die Begeisterung hielt sich auch hier anfangs in Grenzen, denn Gott, wir waren so müde. Und es regnete. Wir sind natürlich trotzdem einen Berg hochgeklettert, um uns einen Tempel anzuschauen.
Und um Geld zu waschen. Nein, wirklich. Wenn man das Geld in der Tempelgrotte wäscht, dann vermehrt es sich. Zu mehr Geld sage ich nicht nein und zu saubererem auch nicht, also hab ich das kurzerhand mitgemacht.
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| Jupp, in dem Felsspalt wurde schmutziges Geld gewaschen. |
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| Mein Zettel hängt da jetzt irgendwo dazwischen. Auf Nimmerwiedersehen. |
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| Wenigstens war die Aussicht auf die Bucht von Kamakura schön. |
Als nächstes stand etwas sehr, sehr großes auf dem Plan. Um genau zu sein: 13,35 Meter groß. (Ja, ich hab Wikipedia nachgeschaut.) Einmal bitte staunen für den 鎌倉大仏 Kamakura Daibutsu (Kamakuras großer Buddha).
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| Was soll ich sagen. Er ist wirklich, wirklich groß und beeindruckend. |
Dann sind wir wirklich in die Stadt Kamakura rein, haben uns umgeschaut und n Weilchen am Strand rumgetrieben. Ich war also seit Ankunft in Japan zum ersten Mal direkt am Meer (und fand es so schön, dass ich einfach alle um mich herum gute zehn Minuten ausgeblendet habe... upps).
Zum Abschluss wollten wir eigentlich in einen der größten Schreine vor Ort gehen, aber wegen irgendeines Festes war es brechend voll.
Da Menschenmengen niemanden von uns so recht in Freudenschreie ausbrechen ließen, sind wir noch ein bisschen auf dem Gelände umhergepilgert...
... und sind durch Kamakuras Gassen und Läden gebummelt.
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| Okay, ich gebe zu, in der Haupteinkaufsstraße war es auch nicht gerade menschenleer. |
Als wir abends wieder am Bahnhof in Hiratsuka ankamen, waren wir alle völlig fertig. Alle? Nein, eine einzelne Frau leistete der Müdigkeit tapfer Widerstand. Mit anderen Worten: Fr. B. war noch taufrisch, wir waren tot. Irgendwas machen wir falsch.
Apropos: müde. Ich bin es und gehe jetzt schlafen. Gute Nacht.











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