Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne Momentaufnahmen mache und Zitate mitschreibe. In den letzten paar Wochen sind in meinem Notizblock schon ein paar Perlen gestrandet, die ich gerne mit euch teilen möchte.
Anpassung
Wir befinden uns auf dem Weg vom Wohnheim zur Uni. Wie üblich läuft uns eine Gruppe sehr langsamer schnatternder japanischer Mädchen vorweg, die wir gerade nicht überholen können, weil uns ein noch viel stärkerer Menschenstrom entgegenkommt.
S. (sich selbst zur Geduld mahnend vor sich hinmurmelnd): "Immer schön langsam, immer schön anpassen..."
K. (düster): "Ich bin für Schubsen."
Die Gruppe teilt ein verschwörerisches Grinsen.
Intelligentia
Mein Tandempartner Kohei* und ich diskutieren die Vokabeln für meinen Übersetzungsunterricht.
Kohei (auf zwei Varianten deutend): "Nimm lieber das, dieses Wort klingt irgendwie... intelligent." (Er rümpft bei diesem Wort die Nase, wie ich es beim Anblick einer angespülten Quallenleiche tun würde.)
Ich: "Du meinst wie in "du blöder Schlaumeier", oder?"
Kohei: "Ja, genau."
*Kohei ist ausnahmsweise mit vollem Namen erwähnt, weil ich das im ersten Eintrag aus Versehen schon getan habe. Kontinuität ist alles.
Hut ab
Der ganze Trupp ist bei einem der abendlichen Organisationstreffen für das Unigründungsfest, es ist halb elf und ich bin geistig schon völlig woanders.
T. (bekennender Dauerträger von Caps): "Guter Vorschlag, Hut ab!"
Bei diesem Ausruf kommt es in meinem schon halb schlafenden Hirn zu einer Kurzschlussreaktion und es bricht aus mir heraus: "Aber du hast den Hut doch immer noch auf!"
T. schaut mich fassungslos an, ich kann nur mit den Schultern zucken.
Land des Lächeln
Man sitzt in einem kleinen, Uninahen Laden zum Abendessen beisammen. W. reagiert auf eine Anfrage wie so oft nur mit einem geheimnisvollen Lächeln.
Ich: "Ich glaube, ich mache irgendwann noch mal ein Studie davon, was dein Lächeln alles bedeuten kann."
W. lächelt daraufhin ein Lächeln, dass viele viele Zähne zeigt und kaum Augen.
Ich: "Das zum Beispiel war ein Fick-dich-ins-Knie-Lächeln."
Der deutschsprachige Teil des Tischs bricht in Gelächter aus, T. murmelt auf Japanisch in seinen Reis hinein: "Erwischt."
Wahre Größe
T. teilt sich das Zimmer mit einem Koreaner, der sein ganzes Studium in Japan absolviert und als Staffmitglied beim Unigründungsfest in unserer Gruppe mithilft. Besagter Herr N. fragt mich, wie groß ich sei. Ich antworte wahrheitsgemäß und frage: "Und du?"
Er beugt sich geheimnistuerisch zu mir vor, nur um mir ins Ohr zu flüstern: "Barabara."
Jugend von heute
Wir sind zu dritt bei K. auf dem Zimmer, K. und W. diskutieren darüber, auf welcher Internetseite man eine ihrer gemeinsamen japanischen Lieblingsserien am besten schauen kann.
Ich: "Oooder ihr könntet sie einfach am Samstagabend unten mit dem Fernseher in der Lobby gucken?"
Schockiertes Schweigen, beide schauen mich an, als hätte ich ihnen ein unlauteres Angebot gemacht.
Ich: "Nicht? Okay."
Wir fangen alle drei an zu lachen.
Freitag, 19. Oktober 2012
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Farbklekse und nächtliche Lichterpracht
Ich gebe es zu, ich wollte diesen Post schon vor guten fünf Tagen schreiben und bin nicht dazu gekommen.
Das liegt vor allem daran, dass wir die letzte Woche jeden Abend für irgendetwas eingespannt waren und diese Woche bisher jeden Tag viel zu lernen hatten. Ein Kanjitest am Montag, die erste von unseren vier (oder fünf?) Zwischenprüfungen, ein Kanjitest am Mittwoch, und dazu jede Menge Hausaufgaben. Herzlichen Dank. Nein, Quatsch, ich jammere zwar, aber der ständige Druck und die Tatsache, dass unsere Tests zügig korrigiert werden sind schon Faktoren, die beim Lernen helfen. In Deutschland hab ich mir die Schreibweisen von Kanji immer vor wichtigen Klausuren in reingeprügelt, hier lerne ich sie (wie es eigentlich gedacht ist) in vernünftigen Portionen.
Womit haben wir uns abends so beschäftigt? Hauptsächlich mit der Organisation des Unigründungsfest. Allmählich hab ich den Eindruck, dass das nie ein Ende finden wird. Ich glaube, ich bin ganz froh, wenn das Fest in zwei Wochen dann tatsächlich über die Bühne gegangen ist. Dieses Mal ging es daran, das Plakat für unseren Verkaufsstand zu Malen, und ich muss sagen... dafür, dass wir alle erst einigermaßen ratlos waren, ist es doch ganz gut geworden. Ja, ich darf das sagen, ohne angeberisch zu klingen, denn meine Rolle beim Malen dieses Plakats bestand in der Ausführung von Befehlen.
Aber dann kam das selige Wochenende, an dem unser netter japanischer Kommilitone Y. uns (heißt in diesem Fall: W. und mich) mit nach Tokyo genommen hat zum Kauf eines elektronischen Wörterbuchs. Von einem solchen hab ich seit Studienbeginn geträumt, denn mit nichts kann man Kanji unterwegs schneller und einfacher nachgucken. (Außer vielleicht mit einem Apple-Produkt, das kann ich nicht beurteilen, den sowas kann ich mir nicht leisten.)
Außerdem war es für mich das erste Mal, dass ich Tokyo nicht aus einem Bahnfenster heraus gesehen hab, was an sich schon Grund zur Freude war. Okay, das ist untertrieben, ich war euphorisch.
Wir sind also erst einmal ins Elektroviertel Akihabara gefahren und haben uns in unterschiedlichen Läden einige Modelle angeschaut, bis wir schließlich ein ordentliches Gerät für umgerechnet unter 200€ fanden. (Ja, das ist noch günstig.)
Aber mit dem Kauf des Geräts alleine war es noch nicht getan, denn man braucht noch eine spezielle Karte oder CD, die bestimmt, für welche Sprachen das Gerät benutzt bar ist - in unserem Falle also Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch. Bei der Suche nach diesen (wiederum nicht billigen) CDs haben wir das Netteste erlebt, was mir jemals in irgendeinem Geschäft passiert ist. (Und das schreibt jemand, der als Kind bei jedem Gang an die Käsetheke Probehäppchen zugesteckt bekommen hat.)
Es lief ungefähr so:
"Wir hätten gerne zwei deutsche Sprach-CDs zum Überspielen auf SD-Karten für unsere elektronischen Wörterbücher..." - "Oh, hm, wir haben leider nur noch eine." - "Schade, aber da kann man wohl nichts machen." (Wir machen kurz unter uns aus, wer die eine CD nun kauft.) - "Gut, wir nehmen sie." - "Okay, ich mache schon mal alles hier im Laden fertig, damit sie das Wörterbuch sofort benutzen können." (Nachdem das geschehen ist und man noch ein bisschen hin und her gescherzt und über die japanischen Preise gestöhnt hat, beugt sich der Verkäufer verschwörerisch vor:) "Sagt es nicht weiter, aber ich hab die CD an diesem Computer nicht registriert. Ihr könnt sie noch mal benutzen." (Schockiertes, aber freudiges Augenweiten unsererseits, dann finden wir unsere Sprache wieder und bedanken uns leise, aber stürmisch und verlassen immer noch ungläubig den Laden.)
Tja, was soll ich sagen, wir haben gutes Geld gespart.
Aber Akihabara ist nicht nur etwas für Freunde der Elektronik, es lässt auch die Fan-Herzen höher schlagen: hier gibt es Merchandise für fast alles, und an Medien im Allgemeinen mangelt es auch nicht. Ich gebe zu, dass ich einen kleineren (oder größeren) Kaufrausch hatte. Ehehe. ^^°
Zum Abschluss sind wir nach Roppongi Hills gefahren, um uns auf einem von Tokyos höchsten Hochhäusern die Stadt bei Nacht anzuschauen und um was zu essen. Essen ist wichtig.
Die Aussicht war wirklich unglaublich. Ich glaube, ich bin oben auf dem Dach sehr still geworden; das werde ich immer, wenn ich mir schöne Dinge anschaue. W. und Y. haben sich also munter unterhalten und ich, ich... hab gestaunt und dann noch ein bisschen mehr gestaunt.
Dafür haben wir uns dann hinterher beim Abendessen alle drei noch mal sehr ausführlich unterhalten. Wir hatten vorher in Akihabara schon festgestellt, dass wir alle Detektiv Conan-Fans sind, und weil ich bei meinem bis auf Eiswürfel leeren Becher an einen der älteren Fälle denken musste, redeten wir mit einem Mal über die guten alten Zeiten der Serie. Dann über die nicht so guten. Dann über die neuerdings möglicherweise wieder guten, und dann diskutierten wir mögliche zukünftige Plotentwicklungen.
...Ich habe jede einzelne Sekunde des Gesprächs geliebt.
Wir kamen zwar erst kurz vor Torschluss wieder im Wohnheim an und mehr oder weniger plattgewalzt von der Flut an neuen Eindrücken, aber es war ein wirklich wunderbarer Tag. Ich kann mich nur bedanken.
Der Sonntag ging dann ähnlich schön weiter, denn ich hab mich mit einer Japanerin getroffen, die ich bei der Welcome Party kennen gelernt und mit der ich mich sofort gut verstanden hatte. Wir sind in ein nahes (sprich: mit der Bahn 15 Minuten entferntes) Einkaufszentrum in Ebina gefahren.
Der erste Eindruck hat nicht getäuscht, A. und ich verstehen uns tatsächlich prima. Wir haben uns beim Umherlaufen, beim Essen und während der Bahnfahrten pausenlos unterhalten.
Gleiche Interessen, ein ähnlicher Humor und geteilte Charaktereigenschaften (z. B. Sturheit beim Geschenkemachen und beim Überwinden von Hürden elektronischer Art) haben damit bestimmt das ein oder andere zu tun.
Wir werden uns bestimmt die nächsten Wochen noch mal treffen.
Nachmittags sind wir heimgefahren, weil eben Tests und Prüfungen anstanden. Damit kam mein magisches Wochenende zu einem etwas unsanften Ende, aber ich hätte es trotzdem nicht anders haben wollen.
Das nächste Wochenende sind wir mit vielen Freunden, die das letzte Jahr in Deutschland waren unterwegs. Der offizielle Anlass ist ein Feuerwerksfestival, also gibt es gleich doppelt Anlass zur Freude. (Erinnere mich mal jemand dran, meine Kamera aufzuladen, damit ich nicht nur mit dem Handy fotografieren kann.)
Das liegt vor allem daran, dass wir die letzte Woche jeden Abend für irgendetwas eingespannt waren und diese Woche bisher jeden Tag viel zu lernen hatten. Ein Kanjitest am Montag, die erste von unseren vier (oder fünf?) Zwischenprüfungen, ein Kanjitest am Mittwoch, und dazu jede Menge Hausaufgaben. Herzlichen Dank. Nein, Quatsch, ich jammere zwar, aber der ständige Druck und die Tatsache, dass unsere Tests zügig korrigiert werden sind schon Faktoren, die beim Lernen helfen. In Deutschland hab ich mir die Schreibweisen von Kanji immer vor wichtigen Klausuren in reingeprügelt, hier lerne ich sie (wie es eigentlich gedacht ist) in vernünftigen Portionen.
Womit haben wir uns abends so beschäftigt? Hauptsächlich mit der Organisation des Unigründungsfest. Allmählich hab ich den Eindruck, dass das nie ein Ende finden wird. Ich glaube, ich bin ganz froh, wenn das Fest in zwei Wochen dann tatsächlich über die Bühne gegangen ist. Dieses Mal ging es daran, das Plakat für unseren Verkaufsstand zu Malen, und ich muss sagen... dafür, dass wir alle erst einigermaßen ratlos waren, ist es doch ganz gut geworden. Ja, ich darf das sagen, ohne angeberisch zu klingen, denn meine Rolle beim Malen dieses Plakats bestand in der Ausführung von Befehlen.
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| Süßigkeiten-Paradies und Würstchen-Wunderland. Weil is so. Man beachte den bitte besonders das dritte Würstchen von rechts. So sieht eine echte Bockwurst aus. |
Außerdem war es für mich das erste Mal, dass ich Tokyo nicht aus einem Bahnfenster heraus gesehen hab, was an sich schon Grund zur Freude war. Okay, das ist untertrieben, ich war euphorisch.
Wir sind also erst einmal ins Elektroviertel Akihabara gefahren und haben uns in unterschiedlichen Läden einige Modelle angeschaut, bis wir schließlich ein ordentliches Gerät für umgerechnet unter 200€ fanden. (Ja, das ist noch günstig.)
Aber mit dem Kauf des Geräts alleine war es noch nicht getan, denn man braucht noch eine spezielle Karte oder CD, die bestimmt, für welche Sprachen das Gerät benutzt bar ist - in unserem Falle also Deutsch-Japanisch/Japanisch-Deutsch. Bei der Suche nach diesen (wiederum nicht billigen) CDs haben wir das Netteste erlebt, was mir jemals in irgendeinem Geschäft passiert ist. (Und das schreibt jemand, der als Kind bei jedem Gang an die Käsetheke Probehäppchen zugesteckt bekommen hat.)
Es lief ungefähr so:
"Wir hätten gerne zwei deutsche Sprach-CDs zum Überspielen auf SD-Karten für unsere elektronischen Wörterbücher..." - "Oh, hm, wir haben leider nur noch eine." - "Schade, aber da kann man wohl nichts machen." (Wir machen kurz unter uns aus, wer die eine CD nun kauft.) - "Gut, wir nehmen sie." - "Okay, ich mache schon mal alles hier im Laden fertig, damit sie das Wörterbuch sofort benutzen können." (Nachdem das geschehen ist und man noch ein bisschen hin und her gescherzt und über die japanischen Preise gestöhnt hat, beugt sich der Verkäufer verschwörerisch vor:) "Sagt es nicht weiter, aber ich hab die CD an diesem Computer nicht registriert. Ihr könnt sie noch mal benutzen." (Schockiertes, aber freudiges Augenweiten unsererseits, dann finden wir unsere Sprache wieder und bedanken uns leise, aber stürmisch und verlassen immer noch ungläubig den Laden.)
Tja, was soll ich sagen, wir haben gutes Geld gespart.
Aber Akihabara ist nicht nur etwas für Freunde der Elektronik, es lässt auch die Fan-Herzen höher schlagen: hier gibt es Merchandise für fast alles, und an Medien im Allgemeinen mangelt es auch nicht. Ich gebe zu, dass ich einen kleineren (oder größeren) Kaufrausch hatte. Ehehe. ^^°
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| Manga, Bücher, CDs und (hauptsächlich) One Piece-Merchandise |
Die Aussicht war wirklich unglaublich. Ich glaube, ich bin oben auf dem Dach sehr still geworden; das werde ich immer, wenn ich mir schöne Dinge anschaue. W. und Y. haben sich also munter unterhalten und ich, ich... hab gestaunt und dann noch ein bisschen mehr gestaunt.
Dafür haben wir uns dann hinterher beim Abendessen alle drei noch mal sehr ausführlich unterhalten. Wir hatten vorher in Akihabara schon festgestellt, dass wir alle Detektiv Conan-Fans sind, und weil ich bei meinem bis auf Eiswürfel leeren Becher an einen der älteren Fälle denken musste, redeten wir mit einem Mal über die guten alten Zeiten der Serie. Dann über die nicht so guten. Dann über die neuerdings möglicherweise wieder guten, und dann diskutierten wir mögliche zukünftige Plotentwicklungen.
...Ich habe jede einzelne Sekunde des Gesprächs geliebt.
Wir kamen zwar erst kurz vor Torschluss wieder im Wohnheim an und mehr oder weniger plattgewalzt von der Flut an neuen Eindrücken, aber es war ein wirklich wunderbarer Tag. Ich kann mich nur bedanken.
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| Für immer in guter Erinnerung: Roppongi Hills Tokyo City View |
Der Sonntag ging dann ähnlich schön weiter, denn ich hab mich mit einer Japanerin getroffen, die ich bei der Welcome Party kennen gelernt und mit der ich mich sofort gut verstanden hatte. Wir sind in ein nahes (sprich: mit der Bahn 15 Minuten entferntes) Einkaufszentrum in Ebina gefahren.
Der erste Eindruck hat nicht getäuscht, A. und ich verstehen uns tatsächlich prima. Wir haben uns beim Umherlaufen, beim Essen und während der Bahnfahrten pausenlos unterhalten.
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| Ich erwähnte leckeres Essen, richtig? |
Wir werden uns bestimmt die nächsten Wochen noch mal treffen.
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| Ich hab günstige Laufschuhe geschossen. A. sagte, sie sehen wie Spiderman-Schuhe aus. Ist es ein Wunder, dass ich sie mag? <3 |
Das nächste Wochenende sind wir mit vielen Freunden, die das letzte Jahr in Deutschland waren unterwegs. Der offizielle Anlass ist ein Feuerwerksfestival, also gibt es gleich doppelt Anlass zur Freude. (Erinnere mich mal jemand dran, meine Kamera aufzuladen, damit ich nicht nur mit dem Handy fotografieren kann.)
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Das war Monat Nummer 1.
Ich habe heute auf mein Handy geschaut und erstaunt festgestellt, dass wir in ein paar Stunden schon einen ganzen Monat in Japan verbracht haben. Gefühlt ist der Monat rasend schnell vergangen. Man kann nur hoffen, dass es mit dem Rest des Jahres nicht genauso geht. Dann käme ich vermutlich nächsten August wieder nach Deutschland und wüsste nicht, wohin mein Jahr mir entschwunden ist.
Gehen wir also wieder zu den festhaltenswerten Dingen über. Am Samstag gab es die offizielle Welcome Party, aber da das insgesamt schon unsere dritte war, hatte ich irgendwie... keinen wirklichen Elan mehr für die Feier über. Nett war es trotzdem und es gab was zu essen, was will man mehr.
Am Sonntag sind wir dann aufgestanden, als ob es ein normaler Wochentag gewesen wäre, denn wir sind nach Kamakura gefahren. (Randnotiz: Kamakura ist insofern wichtig, als dass es im zwöften und dreizehnten Jahrhundert mal Japans Regierungssitz war und nach wie vor eins der größten religiösen Zentren ist.)
Unsere Lehrerin wollte lieber früher los, und was Fr. B. will, wird in aller Regel auch gemacht. Die Begeisterung hielt sich auch hier anfangs in Grenzen, denn Gott, wir waren so müde. Und es regnete. Wir sind natürlich trotzdem einen Berg hochgeklettert, um uns einen Tempel anzuschauen.
Und um Geld zu waschen. Nein, wirklich. Wenn man das Geld in der Tempelgrotte wäscht, dann vermehrt es sich. Zu mehr Geld sage ich nicht nein und zu saubererem auch nicht, also hab ich das kurzerhand mitgemacht.
Wir haben fast alle ein Zukunftslos gezogen, und ich... hatte natürlich die Niete. Nichts als Pech: miese Karrierechancen, ich soll irgendwohin gehen, wo es kalt ist (nein, danke) und mein Liebesleben ist im Eimer (dazu müsste ich erst mal eins haben). Naja, macht nichts, schnell um höheren Beistand bitten und die unheilvolle Weissagung im Tempel zurücklassen.
Der Rückweg war, sofern das möglich ist, noch schlimmer und anstrengender. Es hatte zwar inzwischen aufgehört zu regnen, aber wir hatten bergab mit aufgeweichtem Lehmboden zu kämpfen, und wer sich wie ich nur einmal auf den Hintern gesetzt hat, konnte sich noch glücklich schätzen. Es war wirklich nicht ganz ungefährlich. Allerdings haben wir eine echte Heldin unter uns: unsere zierliche kleine K., die uns mit grimmiger Entschlossenheit, einem noch härteren Tempo als Fr. B und einer, ich zitiere unsere wandererfahrene Dozentin, "ausgezeichneten Körperbeherrschung!" unbeschadet vorausgegangen ist. Ein Pfadfinder-Orden wäre durchaus angebracht.
Unten angekommen haben wir dann von Fr. B. jeder ein お守り Omamori (Glückstalisman) geschenkt bekommen, speziell geweiht für maximale Lernerfolge. Ich hatte mit einem Mal das heftige Bedürfnis, "Ich habe den Berg bezwungen, und alles, was ich dafür bekommen habe, war dieses winzige Schutzbeutelchen!" dranzuheften. Hab mich natürlich trotzdem sehr gefreut.
Als nächstes stand etwas sehr, sehr großes auf dem Plan. Um genau zu sein: 13,35 Meter groß. (Ja, ich hab Wikipedia nachgeschaut.) Einmal bitte staunen für den 鎌倉大仏 Kamakura Daibutsu (Kamakuras großer Buddha).
Dann sind wir wirklich in die Stadt Kamakura rein, haben uns umgeschaut und n Weilchen am Strand rumgetrieben. Ich war also seit Ankunft in Japan zum ersten Mal direkt am Meer (und fand es so schön, dass ich einfach alle um mich herum gute zehn Minuten ausgeblendet habe... upps).
Zum Abschluss wollten wir eigentlich in einen der größten Schreine vor Ort gehen, aber wegen irgendeines Festes war es brechend voll.
Da Menschenmengen niemanden von uns so recht in Freudenschreie ausbrechen ließen, sind wir noch ein bisschen auf dem Gelände umhergepilgert...
... und sind durch Kamakuras Gassen und Läden gebummelt.
Als wir abends wieder am Bahnhof in Hiratsuka ankamen, waren wir alle völlig fertig. Alle? Nein, eine einzelne Frau leistete der Müdigkeit tapfer Widerstand. Mit anderen Worten: Fr. B. war noch taufrisch, wir waren tot. Irgendwas machen wir falsch.
Apropos: müde. Ich bin es und gehe jetzt schlafen. Gute Nacht.
Gehen wir also wieder zu den festhaltenswerten Dingen über. Am Samstag gab es die offizielle Welcome Party, aber da das insgesamt schon unsere dritte war, hatte ich irgendwie... keinen wirklichen Elan mehr für die Feier über. Nett war es trotzdem und es gab was zu essen, was will man mehr.
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| Tanzeinlage der Koreaner. Alle unter dreißig dürfen exakt einmal raten, zu welchem Lied. |
Am Sonntag sind wir dann aufgestanden, als ob es ein normaler Wochentag gewesen wäre, denn wir sind nach Kamakura gefahren. (Randnotiz: Kamakura ist insofern wichtig, als dass es im zwöften und dreizehnten Jahrhundert mal Japans Regierungssitz war und nach wie vor eins der größten religiösen Zentren ist.)
Unsere Lehrerin wollte lieber früher los, und was Fr. B. will, wird in aller Regel auch gemacht. Die Begeisterung hielt sich auch hier anfangs in Grenzen, denn Gott, wir waren so müde. Und es regnete. Wir sind natürlich trotzdem einen Berg hochgeklettert, um uns einen Tempel anzuschauen.
Und um Geld zu waschen. Nein, wirklich. Wenn man das Geld in der Tempelgrotte wäscht, dann vermehrt es sich. Zu mehr Geld sage ich nicht nein und zu saubererem auch nicht, also hab ich das kurzerhand mitgemacht.
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| Jupp, in dem Felsspalt wurde schmutziges Geld gewaschen. |
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| Mein Zettel hängt da jetzt irgendwo dazwischen. Auf Nimmerwiedersehen. |
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| Wenigstens war die Aussicht auf die Bucht von Kamakura schön. |
Als nächstes stand etwas sehr, sehr großes auf dem Plan. Um genau zu sein: 13,35 Meter groß. (Ja, ich hab Wikipedia nachgeschaut.) Einmal bitte staunen für den 鎌倉大仏 Kamakura Daibutsu (Kamakuras großer Buddha).
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| Was soll ich sagen. Er ist wirklich, wirklich groß und beeindruckend. |
Dann sind wir wirklich in die Stadt Kamakura rein, haben uns umgeschaut und n Weilchen am Strand rumgetrieben. Ich war also seit Ankunft in Japan zum ersten Mal direkt am Meer (und fand es so schön, dass ich einfach alle um mich herum gute zehn Minuten ausgeblendet habe... upps).
Zum Abschluss wollten wir eigentlich in einen der größten Schreine vor Ort gehen, aber wegen irgendeines Festes war es brechend voll.
Da Menschenmengen niemanden von uns so recht in Freudenschreie ausbrechen ließen, sind wir noch ein bisschen auf dem Gelände umhergepilgert...
... und sind durch Kamakuras Gassen und Läden gebummelt.
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| Okay, ich gebe zu, in der Haupteinkaufsstraße war es auch nicht gerade menschenleer. |
Als wir abends wieder am Bahnhof in Hiratsuka ankamen, waren wir alle völlig fertig. Alle? Nein, eine einzelne Frau leistete der Müdigkeit tapfer Widerstand. Mit anderen Worten: Fr. B. war noch taufrisch, wir waren tot. Irgendwas machen wir falsch.
Apropos: müde. Ich bin es und gehe jetzt schlafen. Gute Nacht.
Donnerstag, 4. Oktober 2012
Zu sagen, dass die letzte Woche nicht viel los war, wäre gelogen: es war viel los, nur nichts unbedingt spannendes. Wir gewöhnen uns an den Lebensrhythmus und den Wochenablauf hier. Mit dem täglichen Unterricht "auf gehobenem Mittelstufenniveau" fühle ich mich gelegentlich genau dorthin zurückversetzt. Nur mit netteren Mitschülern, Lehrern, Betreuern, mit freundlicherem Personal und unbequemeren Sitzgelegenheiten. (Bänke ohne Lehnen. Und das für 3 mal eineinhalb Stunden täglich. Autsch.)
Auffälligerweise sprechen die Studenten hier in der Regel untereinander auch nicht von ihrer 大学 Daigaku (Uni), sondern von der 学校 Gakkou (Schule).
Dann wollen wir doch mal sehen, was wir die ganze Zeit so treiben in unserer Schule: Wir haben insgesamt acht Fächer, davon fünf einmal wöchentlich, zwei zweimal wöchentlich (Hörverständnis & mündlicher Ausdruck), und eins sechs mal wöchentlich (Lehrbuch/Grammatik).
Mir gefallen natürlich die fünf Fächer am besten, die wir nur einmal wöchentlich haben: Kulturverständnis, schriftlicher Ausdruck, aktuelles Japanisch (Nachrichten), Leseverständnis sowie Übersetzung (hauptsächlich Deutsch-Japanisch, etwas Japanisch-Deutsch).
Bei Grammatik bin ich immer kurz vorm Einschlafen. Unser Tempo kann nur als schneckengleich beschrieben werden. Wir schaffen pro Unterrichtseinheit ein bis zwei Absätze des aktuellen Lehrbuchtextes. In Deutschland haben wir in der selben Zeit ein ganzes Lehrbuchkapitel abgehandelt. Der Großteil der Grammatik ist uns auch schon bekannt - wobei Wiederholung ja nicht schadet, sie ist nur... langweilig.
Kulturverständnis ist ein netter Unterricht, in dem man etwas über Denkweisen, Bräuche und traditionelle Künste Japans lernen soll... diese Woche haben wir allerdings eher "Probleme des Alltags" besprochen. (Höflichkeit in japanischen Bahnen, Sittenschwund der Jugend, o tempora, o mores.)
Umso besser gefällt mir schriftlicher Ausdruck, denn da können wir uns wöchentlich ein Thema aus unserem Lebensalltag aussuchen einen kleinen Aufsatz drüber schreiben. Den geben wir ab und bekommen ihn ein paar Tage später mit Korrektur, Kommentaren, und manchmal auch kleinen Erklärungen zurück. Ich hab meinen ersten Aufsatz über die für mich wirklich etwas verwirrende Mülltrennung in Japan geschrieben und hab unter meinem Text einen erläuternden Absatz gefunden, der mir erklärt hat, dass es von der Lokalregierung abhängt, ob und wenn ja: welches Plastik in der jeweiligen Region seinen Weg in den 燃えるごみ Moerugomi (zu verbrennenden Müll) findet.
Aktuelles Japanisch ist ob des oft unbekannten Vokabulars nicht wenig schwierig, aber interessant. Wir bekommen nicht zu lange Zeitungsartikel etwa auf unserem Niveau in die Hand gedrückt, und nach ein paar Verständnisfragen dürfen wir dann inhaltlich diskutieren. Ich interessiere mich eben für Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Strukturen, darum gefallen mir hier die Themen bisher sehr gut.
Leseverständnis ist mein Lieblingsfach. Ich komm in den Unterricht, um in Ruhe zu lesen und ein paar Fragen zu Texten zu beantworten. Für mich gibt's nichts geileres. Das ist fast so gut wir fürs Lesen bezahlt zu werden.
Übersetzung läuft auch entspannter ab als zu Hause, was mir in diesem Falle aber nur recht ist. Mir fällt's schon schwerer, von Deutsch nach Japanisch zu übersetzen als umgekehrt, selbst wenn wir recht viele Vokabelangaben bekommen. Letzte Woche haben wir eine Bibeldiskussion ("War Jesus verheiratet?") übersetzt. Man denke sich bitte unsere begeisterten Gesichter dazu. Ich wusste ja bisher nicht mal auf Deutsch, was ein Koptologe ist. Andererseits ist der Unterricht sehr beruhigend, weil man hier wirklich Handwerkszeug mitgegeben bekommt. Welche Phrase kann ich wie ungefähr übertragen, was mache ich mit den grammatikalischen Fällen im Japanischen, warum die Satzstellung im Japanischen gleichzeitig unwichtig und essentiziell ist.
Hörverständnis mag ich aus einem einzigen Grund: es findet im Sprachlabor statt und hat Drehstühle. Eine Gnade. Ansonsten komm ich mit dem Unterricht zurecht, nur nicht mit all seinen Arbeitstechniken. Wir machen dort unter anderem sogenanntes "Shadowing", was bedeutet, dass alle gleichzeitig per Kopfhörer den Text abhören und bruchstückweise für sich wiederholen. Ich persönlich höre nur das zwanzigfache Murmeln der anderen Kursteilnehmer.
Wieso ich den Unterricht so ausführlich erläutert habe? Weil er a) unseren Alltag dominiert, b) Freunde mitlesen, die diesen Unterricht nächstes Jahr vielleicht mitmachen werden und c) meine Familie gefragt hat. :)
Apropos Familie: Ich habe heute ein Paket von zu Hause bekommen, in dem ein paar wunderbare Fotos und Geschenke waren... und meine Winterkleidung, aber wen interessiert das schon. Vielen lieben Dank.
Was ich sonst so mache? Mich mit Leuten treffen, zwei Mal wöchentlich schwimmen gehen, Spaziergänge. Letzteres belege ich mal - ganz fußnotenfrei. ;)
Ich klettere hier auch gerne auf die Dächer, denn das ist bei fast allen Gebäuden unserer Uni gefahrlos möglich und erstaunlicherweise sogar erlaubt. Sonst wird man ständig ermahnt, bloß immer gut auf sich aufzupassen, aber dann kriegt man plötzlich die Empfehlung, mal aufs Wohnheimdach oder das Hauptgebäude zu steigen. Ich weiß auch nicht.
Wettertechnisch geht es hoch her, denn es wechselt täglich von Regen zu Sonne zu Taifun. Wegen eines Taifuns mussten wir auch unsere Pläne für das letzte Wochenende auf dieses verschieben: Wir wollten eigentlich mit unserer deutschen Sprachkurslehrerin, die gerade zu Besuch hier ist, nach Kamakura - viele Tempel, viel Kultur - fahren und danach einen kleinen Abstecher ans Meer machen. Aber bei heftigem Regen und einer Windgeschwindigkeit, die zwei unserer Regenschirme innerhalb eines Wimpernschlags zerfetzt hat, haben wir das dann doch lieber bleiben lassen, und haben stattdessen nur einen kleinen Einkaufstrip gemacht.
Im nächsten Eintrag dürft ihr dann hoffentlich ein paar Buddhastatuen aus Kamakura bestaunen. ;)
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| Was schön ist an unserem Klassenzimmer: der Ausblick |
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| Sicht auf die Terassen und mein geliebtes Schwimmbad |
Dann wollen wir doch mal sehen, was wir die ganze Zeit so treiben in unserer Schule: Wir haben insgesamt acht Fächer, davon fünf einmal wöchentlich, zwei zweimal wöchentlich (Hörverständnis & mündlicher Ausdruck), und eins sechs mal wöchentlich (Lehrbuch/Grammatik).
Mir gefallen natürlich die fünf Fächer am besten, die wir nur einmal wöchentlich haben: Kulturverständnis, schriftlicher Ausdruck, aktuelles Japanisch (Nachrichten), Leseverständnis sowie Übersetzung (hauptsächlich Deutsch-Japanisch, etwas Japanisch-Deutsch).
Bei Grammatik bin ich immer kurz vorm Einschlafen. Unser Tempo kann nur als schneckengleich beschrieben werden. Wir schaffen pro Unterrichtseinheit ein bis zwei Absätze des aktuellen Lehrbuchtextes. In Deutschland haben wir in der selben Zeit ein ganzes Lehrbuchkapitel abgehandelt. Der Großteil der Grammatik ist uns auch schon bekannt - wobei Wiederholung ja nicht schadet, sie ist nur... langweilig.
Kulturverständnis ist ein netter Unterricht, in dem man etwas über Denkweisen, Bräuche und traditionelle Künste Japans lernen soll... diese Woche haben wir allerdings eher "Probleme des Alltags" besprochen. (Höflichkeit in japanischen Bahnen, Sittenschwund der Jugend, o tempora, o mores.)
Umso besser gefällt mir schriftlicher Ausdruck, denn da können wir uns wöchentlich ein Thema aus unserem Lebensalltag aussuchen einen kleinen Aufsatz drüber schreiben. Den geben wir ab und bekommen ihn ein paar Tage später mit Korrektur, Kommentaren, und manchmal auch kleinen Erklärungen zurück. Ich hab meinen ersten Aufsatz über die für mich wirklich etwas verwirrende Mülltrennung in Japan geschrieben und hab unter meinem Text einen erläuternden Absatz gefunden, der mir erklärt hat, dass es von der Lokalregierung abhängt, ob und wenn ja: welches Plastik in der jeweiligen Region seinen Weg in den 燃えるごみ Moerugomi (zu verbrennenden Müll) findet.
Aktuelles Japanisch ist ob des oft unbekannten Vokabulars nicht wenig schwierig, aber interessant. Wir bekommen nicht zu lange Zeitungsartikel etwa auf unserem Niveau in die Hand gedrückt, und nach ein paar Verständnisfragen dürfen wir dann inhaltlich diskutieren. Ich interessiere mich eben für Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Strukturen, darum gefallen mir hier die Themen bisher sehr gut.
Leseverständnis ist mein Lieblingsfach. Ich komm in den Unterricht, um in Ruhe zu lesen und ein paar Fragen zu Texten zu beantworten. Für mich gibt's nichts geileres. Das ist fast so gut wir fürs Lesen bezahlt zu werden.
Übersetzung läuft auch entspannter ab als zu Hause, was mir in diesem Falle aber nur recht ist. Mir fällt's schon schwerer, von Deutsch nach Japanisch zu übersetzen als umgekehrt, selbst wenn wir recht viele Vokabelangaben bekommen. Letzte Woche haben wir eine Bibeldiskussion ("War Jesus verheiratet?") übersetzt. Man denke sich bitte unsere begeisterten Gesichter dazu. Ich wusste ja bisher nicht mal auf Deutsch, was ein Koptologe ist. Andererseits ist der Unterricht sehr beruhigend, weil man hier wirklich Handwerkszeug mitgegeben bekommt. Welche Phrase kann ich wie ungefähr übertragen, was mache ich mit den grammatikalischen Fällen im Japanischen, warum die Satzstellung im Japanischen gleichzeitig unwichtig und essentiziell ist.
Hörverständnis mag ich aus einem einzigen Grund: es findet im Sprachlabor statt und hat Drehstühle. Eine Gnade. Ansonsten komm ich mit dem Unterricht zurecht, nur nicht mit all seinen Arbeitstechniken. Wir machen dort unter anderem sogenanntes "Shadowing", was bedeutet, dass alle gleichzeitig per Kopfhörer den Text abhören und bruchstückweise für sich wiederholen. Ich persönlich höre nur das zwanzigfache Murmeln der anderen Kursteilnehmer.
Wieso ich den Unterricht so ausführlich erläutert habe? Weil er a) unseren Alltag dominiert, b) Freunde mitlesen, die diesen Unterricht nächstes Jahr vielleicht mitmachen werden und c) meine Familie gefragt hat. :)
Apropos Familie: Ich habe heute ein Paket von zu Hause bekommen, in dem ein paar wunderbare Fotos und Geschenke waren... und meine Winterkleidung, aber wen interessiert das schon. Vielen lieben Dank.
Was ich sonst so mache? Mich mit Leuten treffen, zwei Mal wöchentlich schwimmen gehen, Spaziergänge. Letzteres belege ich mal - ganz fußnotenfrei. ;)
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| Oh, du wunderschöner... |
Ich klettere hier auch gerne auf die Dächer, denn das ist bei fast allen Gebäuden unserer Uni gefahrlos möglich und erstaunlicherweise sogar erlaubt. Sonst wird man ständig ermahnt, bloß immer gut auf sich aufzupassen, aber dann kriegt man plötzlich die Empfehlung, mal aufs Wohnheimdach oder das Hauptgebäude zu steigen. Ich weiß auch nicht.
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| Spielt jemand das Wolkenspiel mit mir? |
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| An den Bergen werde ich mich wohl nie sattsehen. |
Wettertechnisch geht es hoch her, denn es wechselt täglich von Regen zu Sonne zu Taifun. Wegen eines Taifuns mussten wir auch unsere Pläne für das letzte Wochenende auf dieses verschieben: Wir wollten eigentlich mit unserer deutschen Sprachkurslehrerin, die gerade zu Besuch hier ist, nach Kamakura - viele Tempel, viel Kultur - fahren und danach einen kleinen Abstecher ans Meer machen. Aber bei heftigem Regen und einer Windgeschwindigkeit, die zwei unserer Regenschirme innerhalb eines Wimpernschlags zerfetzt hat, haben wir das dann doch lieber bleiben lassen, und haben stattdessen nur einen kleinen Einkaufstrip gemacht.
Im nächsten Eintrag dürft ihr dann hoffentlich ein paar Buddhastatuen aus Kamakura bestaunen. ;)
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